UW-Rugby im STC

1953 schlug der damalige 1. Vorsitzende des STC München, Rainer Schwarz, einige Tauchspiele zur Erprobung vor. Darunter befand sich auch ein Spiel, das dem heutigen UW-Rugby sehr ähnlich war. Dieser Vorschlag von Rainer Schwarz könnte damit der Urquell sein, aus dem später in Köln, Mülheim und Duisburg das Spiel Unterwasser-Rugby entwickelt wurde. Dieser Gedanke wurde allerdings im STC München zunächst nicht weiterverfolgt und ging verloren. Erst um das Jahr 1974 erfuhr UW-Rugby im STC eine Renaissance.

Einigen Mitgliedern wurde es zu langweilig, sich am Trainingsabend im Schwimmbad mit Preßluftflaschen ausgerüstet auf den Boden zu setzen und Kacheln zu zählen. So nahm man sich (anfangs) einen Basketball, schnitt ihn auf und füllte ihn mit Bleikugeln und Wasser. Zusätzlich stellte man als Tore zwei bleibeschwerte Eimer im flachen Wasser auf und begann, halb über, halb unter Wasser um den Ball zu raufen.

Um schließlich dem Tauchsport wieder etwas näher zu kommen, plazierte man die Eimer im tiefen Wasser, trug das Spiel mit Maske, Schnorchel und Flossen aus und glaubte, ein neues Spiel erfunden zu haben. Doch dann stieß man darauf, daß bereits ein derartiger Sport existierte, das schon nach festen Regeln mit definiertem Zubehör gespielt wurde und daß es seit längerem sogar Meisterschaften und Turniere gab.

Sehr bald schon (1975) wagte man sich daraufhin nach „draußen“. Bei einem ersten Freundschaftsspiel in Stuttgart ging man jedoch mit Pauken und Trompeten unter. Das verhinderte indes nicht den unaufhaltsamen Aufstieg der Sportart Unterwasser-Rugby im STC München und so wurde 1976 zum ersten Mal der „Bayerische Löwe“ ausgerichtet,  eines der größten und beliebtesten internationalen Turniere.

Nach der Gründung der „Unterwasserballabteilung im STC München“ (USTC, später wieder im STC aufgegangen) und deren Beitritt zum VDST meldete sich die Mannschaft auch zu Ligaspielen an, wo man zunächst bitteres Lehrgeld zahlen mußte. Nach einem heftigen Lernprozeß durch hohe Niederlagen beim regelmäßigen Besuch der großen internationalen Turniere wurde in der Saison 1978/79 erstmals der Aufstieg in die 1. Bundesliga Süd geschafft, wo sich die Mannschaft jedoch mangels Erfahrung nicht halten konnte. Nach mehreren Auf- und Abstiegen etablierte sie sich endgültig unter Deutschlands besten Vereinsmannschaften mit der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft 1984 und dem dortigen Erreichen des 4. Platzes.
Das letzte Mal in dieser Phase qualifizierte sich die 1. Mannschaft des STC 1992 für die Deutsche Meisterschaft, dort belegte sie den 6. Platz.

Danach folgte für die 1. Mannschaft des STC eine schwierige Phase, mit Platzierungen im unteren Mittelfeld und sogar als Vorletzter der Tabelle der Bundesliga Süd. Wir mussten auch zweimal in die Relegation, die aber beide Male erfolgreich überstanden wurde.

Den Beginn einer neuen „Ära“ läutete die Saison 2003/2004 ein. Zum einen konnten wir wieder eine Zweite Mannschaft in der Landesliga Bayern melden, die auch gleich die Saison auf Platz 2 beenden konnte. Zum anderen gelang der 1.Mannschaft mal wieder die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft, die wieder mit dem 6.Platz beendet wurde.
Auch 2008 (7.Platz), 2009 (5.Platz) und 2011 (6.Platz) konnte die 1.Mannschaft wieder an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen.

2012 konnten wir uns wieder zur DM qualifizieren.
Hier gelang dann in Berlin der größte Erfolg der Vereinsgeschichte mit den Herren. Nach spannenden Spielen konnte wir die Bronzemedaille mit nach Hause nehmen.

Sowohl 2013 und 2014 (jeweils mit Platz 6) als auch 2015 (5.Platz) konnte die Saison mit der Teilnahme an der DM gekrönt werden.

2007 konnte die 2.Mannschaft die Landesliga Bayern gewinnen und quallifizierte sich damit für die Aufstiegsrelegation in die 2.Bundelisga Süd. Hier gelang die Überraschung mit dem Aufstieg. Bis 2012 hat unsere 2.Mannschaft gut in der 2.Liga mitgehalten. 2013 konnte die Abstiegsrelegation knapp vermieden werden.
In der Saison 2013/14 wurde eine Spielgemeinschaft mit den Spielern des TCO Rosenheim und SCW München gegründet, die aber leider auch nichts half. Am Ende der Saison stand leider der Abstieg in die Landesliga Bayern.